Der Verein


Logo-TVP.pngIm Mai 1909 gründeten 15 Männer den Turnverein Petersberg. Turnen war damals eine reine Männergesellschaft, in deren Reihen Frauen keinen Platz hatten. Erst nach der Aufnahme des Frauenwahlrechts in die damalige Verfassung entstanden die ersten Frauengruppen in den Vereinen.


 wettkDer junge Verein hatte damals noch keinen Turnplatz und die Übungsstunden mußten bei Wind und Wetter im Freien abgehalten werden. Im Jahre 1922 griffen die Turner zur Selbsthilfe, pachteten am Südhang des Rauschenberges ein Waldstück und bauten es zu einem Wettkampfplatz aus.


Oberhalb des Turnplatzes errichtete man aus Basaltfindlingen eine drei Meter hohe Pyramide. Sie bietet bis heute den Verstorbenen und den durch Krieg und Gewalt umgekommenen Vereinsmitgliedern ein Ehrenmal. Meist am Himmelfahrtstag führte der Verein an dem neuen Platz das Rauschenbergturnfest durch, das nicht nur sportliches, sondern auch geselliges Ereignis für den gesamten Landkreis Fulda war. Bis auf den heutigen Tag wird dieses Fest durchgeführt, heute im neuen Stadion am Waidesgrund.

1925 plante man den Bau einer eigenen Turnhalle und legte dafür am 25. August in der Ortsmitte den Grundstein. In Verbindung mit dem 22. Gauturnfest wurde am 23. Juni 1928 die neue Halle offiziell eingeweiht. Die Umgestaltung des Ortszentrums 1962 beendete ihre Zeit, sie mußte dem modernen Bürgerhausprojekt weichen. Die Sportler zogen in die neue Turnhalle der Johannes-Hack-Schule um.

Im Jahre 2009 begeht der Turnverein Petersberg sein 100. Jubiläum, die Mitgliederzahl bewegt sich um die 900 Personen und 7 Hauptabteilungen bieten eine große sportliche Auswahl. Jede Woche tollen Kinder fröhlich in unseren Hallen, haben Jugendliche Spaß an ihren sportlichen Fortschritten, finden Frauen Freude an vielfältiger Bewegungsgestaltung, suchen gesundheitsbewusste Menschen Wohlbefinden und erleben Ältere neue Lebenskraft. Dies alles ist ehrenamtlichen Übungsleiterinnen und Übungsleitern zu verdanken, die die Seele und den Rückhalt unseres Vereins bilden. Sie erteilen pro Jahr über 4000 Übungsstunden und führen mit viel Einfühlungsvermögen die Einzelwesen zu einer Gemeinschaft zusammen.